Das Schloss Wahn wird erstmals im Jahr1358 urkundlich erwähnt. Von seinem jetzigen Baustil ist es dem 18. Jahrhundert und damit der Barockzeit zu zuordnen.

Ursprünglicher Zweck der Schloss-Bebauung war eine Wasserburg, die als Schutz dienen sollte, jedoch später zu einer Wohnanlage umgebaut wurde.

Seit 1947 ist Schloss Wahn an die Universität zu Köln vermietet. Hier befindet sich die Theaterwissenschaftliche Sammlung der Uni Köln. Darüber hinaus wird das Schloss für Konzerte und akademische Veranstaltungen benutzt.

Das Schloss ist im französischen Gebäudetypus gebaut. Im Erdgeschoss des Herrenhauses befinden sich fünf historische Repräsentationsräume. Der Gartensaal ist mit Ölgemälden bespannt, die Francois Rousseau, einem Maler in Diensten des kurfürstlichen Hofes zu Brühl, zugeschrieben werden. Sie zeigen Genreszenen aus dem bäuerlichen Leben, italienische Palastcapricci und antike Tempelruinen.

Das sich östlich anschließende Chinesische Zimmer hat seinen Namen von den für ein Schlossinterieur des 18. Jh. fast unentbehrlichen Chinoiserien. Als antikes Pendant dazu das pompejianische Zimmer westlich des Gartensaals. Durch Veränderungen im 19. Jh. und Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg sind sie nur noch zum Teil original erhalten. 1785 verkaufte der Sohn des Erbauers das Schloss an den Kurkölnischen Kammerherrn Theodor Freiherr von Heereman zu Zuydtwyck, dessen Gattin eine geborene Eltz-Rübenach war. Seit 1820 ist Wahn im Besitz der Familie von Eltz-Rübenach.

Besonders der Gartensaal eignet sich auf Grund seiner akustischen Beschaffenheit für die Kammermusik des Barock wie z.B. Sonaten von Telemannm Händel usw., die ihren Ursprung in den intimen oft nichtöffentlichen Räumen des Königs hat. Besonders bei großen für die Zeit des Barock typischen Festtagen und -wochen wurde in diesem Saal musiziert. Auch heute noch finden in diesem Saal Konzertabende und Vorträge statt.

Posted im Auftrag des GK11,2 Musik, Buyken by A.J. Spang :

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